Auf Leben und Tod........

oder, wie Dr. Erik Zimen sagt: "Es geht um Land und Pfründe".
Viele Jahre lebten im Wolfsgehege des Nationalpark Bayerischer Wald ein Wolfsrudel, 5 Rüden und eine Wölfin. Die Wölfin bekam jedoch keine Welpen. Das Rudel drohte "zu veraltern". So entschloss man sich, vier jüngere Tiere, zwei Rüden und zwei Wölfinnen in das bestehende Rudel zu intrigieren. Die Tiere kamen aus dem Tierpark in Bern. Die strenge Territorität der Altwölfe verhinderte jedoch einen Anschluss der Neuankömmlinge. Es kam zu Kämpfen. Einige Tiere kamen dabei um. Im Februar 1998, als der Wildlifephotograf Rob J. Scholten das Wolfsgehege zum wiederholten Male besuchte, entbrannte erneut ein Kampf unter den Tieren.
Eine der jungen Wölfinnen hatte wohl das Territorium der "Alten" verletzt; ein Rüdefiel über sie her, der Rest des Rudel kam ihm zu Hilfe, es war ihr letzter Kampf........

                   
© Wild und Hund 5/2000 -Rob J. Scholten               

                                  

Vor der Paarungszeit der Wölfe im Winter nimmt die Aggressivität im Rudel stark zu.

                       

                  

Von den Altwölfen leben noch 3 Tiere. Nach Auskunft von Mitarbeitern der Nationalparkverwaltung ist der vierte Wolf an Altersschwäche gestorben. 
Ein Rüde und eine Wölfin (der jüngeren Generation) leben zur Zeit im "Rudel". Der junge Wolfsrüde ist ständig bemüht, seinen Rang zu verbessern. Zur Zeit werden alle Konflikte unterdrückt. (Es herrscht zwischen den Interessen des Individuums und deren der übergeordneten sozialen Gemeinschaft ein fein ausbalanciertes Gleichgewicht, das trotz individuellen Dranges nach oben die Funktionsfähigkeit des
Ganzen gewährleistet)

 

.
    mit freundl. Genehmigung von J. Keßler, Juni 2000


In Wild und Hund äusserte sich Dr. E. Zimen:
"Hätte man nicht erwachsene Wölfe, sondern Welpen in's Gehege gebracht; denn nur ältere Wölfe lösen territoriale Aggressivität aus, fremde Welpen hingegen Fürsorge und Vereidigung"


Nicht die Arterhaltung ist demnach Leitmotiv der Selektion, sondern Eigennutz des Individuums und seiner Familie bestimmt über Erfolg oder Misserfolg in der Biologie. Diese neuen Erkenntnisse und ihre daraus resultierende Konsequenz hat man wohl im Wolfsgehege des Bayer. Waldes unterschätzt. Died Wölfe arangierten sich nicht!

                                               


Besteht auch jetzt eine "soziale Akzeptanz"; die soziale Rangordung der Altwölfe kann durch evtl. zunehmende Expansionstendenz der Jungwölfe zu neuen Konflikten im "Rudel"  führen.                                                                                                                         

 

 

Wölfe wunderbare und schöne Tiere - MyVideo

 

 

Inhaltsverzeichnis

NOIW ««Nordiesche im Web»» (Schlittenhunde)