| Wo alles begann .... Die Wiege der Menschheit stand in Afrika,dies belegen zahlreiche Knochenfunde.Es sind oft nur Bruchstücke und dennoch verraten sie viel über Körperbau und Lebensweise unserer Urahnen.Vor etwa sechs Millionen Jahren lebten vermutlich unsere ältesten bekannten Vorfahren:Hominiden, die bereits aufrecht gingen, aber noch stark Menschenaffen ähnelten.Vor rund zwei Millionen Jahren, als Klima- veränderungen zu neuen Lebensbedingungen führten schlug die Evolution verschiedene Richtungen ein: Millionen von Jahren haben verschiedene Arten von Hominiden nebeneinander gelebt.Sie konkurrierten miteinander, einige Arten hatten dabei Erfolg, andere verschwanden wieder. Durchgesetzt hat sich der Homo sapiens. Millionen Jahre Evolution haben uns letztendlich zu dem gemacht, was wir heute sind. |
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Im Kreis der Familie: Vier Millionen Jahre menschliche Evolution auf einen Blick. Mitglieder der Gattungen Australopithecus, Paranthropus und Homo posieren für ein Gruppenfoto. Rechts oben: der Neandertaler. So könnte er ausgesehen haben.Die Modelle wurden anhand von Schädelfunden und Erfahrungswerten der Gerichtsmedizin angefertigt. |
| Informationen über das Jahr der
Lebenswissenschaften bieten die Websites: www.lebenswissen.de www.wissenschaft-im-dialog.de |
![]() Spuren im Stein: Bereits vor 3,6 Millionen Jahre bewegten sich unsere Vorfahren auf zwei Beinen, wie versteinerte Fußabdrücke aus Tansania belegen. |
| Der Mensch ist der vorläufige Höhepunkt einer allmählichen, Jahrmillionen dauernden Entwicklung. Sie begann mit dem einfachsten Formen des Lebens, den Einzellern, bis hin zum hochkomplizierten Organismus des Homo sapiens. Er ist noch jung auf dieser Welt biologisch gesehen - ein «Emporkömmling». Im ständigen Kampf um das Überleben hatten jene Tiere die grössten Chancen, die sich in ihrer Entwicklungsgeschichte am weitgehendsten an die Natur anpassen konnten, die sich körperlich und instinktmässig in eine "biologische Nische" zurückzogen, in der die Konkurrenz um Nahrung, die Gefahr vor Feinden usw. Am geringsten war. Auch unsere direkten Vorfahren, die Menschenaffen (Primaten), waren gezwungen, sich anzupassen. Sie lebten und leben in Gruppen, um sich den Nahrungserwerb und die Abwehr von Feinden zu erleichtern. Lernen durch Nachahmung war und ist die entscheidene Voraussetzung für die Entwicklung der menschlichen Kultur. Der zweite entscheidende Schritt ist die Weitergabe der gesammelten Erfahrungen a die nachfolgenden Generationen. Im Verlauf der Zeit "erfand" man immer kompliziertere Verhaltens- weisen und Geräte. Der Gebrauch von Werk- zeugen wurde üblich, Waffen und wenn es nur ein gezielt geworfener Stein war töteten sehr viel besser als die blosse Faust. Zu den Werkzeugen der Ur-Menschen gehörte auch das Feuer, das er als Licht- und Wärmespender sowie als Ener- giequelle nutzen lernte. Logisches Denken galt lange Zeit als charakteristisches Merkmal des Menschen. Heute weiss mann dank der modernen Verhaltensforschung, dass die "typisch" mensch- lichen Fähingkeit auch bei den Menschenaffen zu finden sind. Eine weitere Begabung spielte für die Menschwerdung eine besondere Rolle: die Sprache. Entscheidend für die Ausbildung der menschlichen Sprache war der Nachahmungs- trieb. Gruppenmitglieder oder Kleinkinder wurden dadurch verleitet, beim Anblick eines bestimmten Gegenstandes den gleichen Laut zu gebrauchen wie derjenige, der ihnen den Gegen- stand zeigte. Die Sprache ist ein entschei- dender Grund für die enorme Geschwin- digkeit, mit der sich die kulturelle Entwicklung beim Menschen vollzog. Informationen oder positive Verände- rungen brauchten nicht mehr der langwierigen Weg der Vererbung zu gehen, sondern konnten direkt an alle Gruppenmitglieder weitergegeben werden. | ![]() Darin liegt es auch begründet, dass alle heute lebenden Menschen in ihren biologischen Eigenschaften weitgehend übereinstimmen ihre kulturelle Entwicklung jedoch gewaltige Unterschiede aufweist: Isolierte Naturvölker, die technisch noch auf dem Niveau der Steinzeit stehen (z.B. Neuguinea), leben gleichzeitig neben Völkern mit hochentwickelter Technik. "Allein der Mensch ist imstande und vielleicht schon im Begriff, die Axt an die Wurzel des Weltenbaums zu legen" |
Der Homo sapiens hat von seinen
tierischen Vorfahren bestimmte Merkmale des Zusammen- lebens übernommen, aber mit seinem
Intellekt neue Kriterien und Regeln geschaffen: Der Mensch ist ein «Gruppentier»,
wobei die Soziologen zwei Arten von Gruppen unterscheiden, die sogenannten erzwungenen
(Mus)-Gruppen und die freiwilligen (Kann)-Gruppen. Jeder von uns wurde in Mussgruppen
hineingeboren: in Familie und Religion ebenso we in die Staatsangehörigkeit. Allerdings
besteht heute die Möglichkeit, sich aus eigenen dieser traditionellen Gruppierung zu
lösen. Weniger Schwierigkeit ergeben sich beim Austritt aus den Kanngruppen. Beruf,
Verein, Partei, Stammtisch oder Kaffeekränzchen - kurzum das, was man mitunter abfällig
als "Cliquenwirtschaft" bezeichnet. Eine Gruppenmoral, das heisst eine Art
vereinbarter Haltung, ist dabei für jede Kanngruppe unverzichtbar. Soziologen sehen in
einer Analyse der Gruppenmoral eine Möglichkeit, um langfristige Veränderungen in der
Gesellschaft zu erkennen. Neandertaler-Protein entschlüsselt
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Der Affenmensch Australopithecus africanus ging aufrecht und gebrauchte vermutlich die Hände bereits zum Steinewerfen und Waffenschwingen. Er lebte vor etwa zwei bis fünf Millionen Jahren in Südafrika. Man hält ihn für den ältesten bekannten Vorgänger des heutigen Menschen.
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Der Pekink-Mensch, ein Mitglied der ausgestorbenen Art Homo erectus, hinterliess vor etwa 300 000 Jahren zahlreiche Spuren in einer Höhle in Nordchina. Er kannte bereits das Feuer, tötete Wild, fertigte Steinwerkzeuge an und hatte vermutlich schon eine Sprache. Die offenbar absichtlich zerbrochenen Knochen sprechen dafür, dass er und seine Artgenossen dem Kannibalismus frönten. |
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Hölzerne Speere schwingend, stürzen Swanscombe-Jäger zum |
![]() Literatur: LIFE Jugendbücher |
Der Neandertaler-Vater legt sich einen Umhang aus Tierhaut
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Die häufigsten Irrtümer über den
Neandertaler: - Sie waren Dummköpfe mit einem kleinen Gehirn - Sie gingen gebückt wie ein Schimpanse oder Orang-Utan - Sie liefen, schwere Holzkeulen schwingend, durch die Gegend - Sie waren wilde, herzlose Wesen
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| Was unser Urahn im Kopf
hatte:
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Der Mensch weist gegenüber allen anderen Primaten eine Besonderheit auf: Sein Nachwuchs durchlebt eine ausgeprägte Kindheit und Jugend. Dieses Phänomen ist in der Menschheitsgeschichte noch jung. Zu diesem Ergebnis kommt das Team um Jean-Jacques Hublin und Hélène Coqueugniot von der Université Bordeaux 1 in einem Artikel in der britischen Fachzeitschrift NATURE (16. September 2004). Die Wissenschaftler haben den einzigen be-kannten, etwa 1,8 Millionen Jahre alten Kinderschädel unseres direkten Vorfahren Homo erectus unter die Lupe genommen. Dieser Schädel des so genannten Mojokerto-Kindes wurde im Jahr 1936 von einem Ausgrabungsteam um den deutschen Anthropologen Gustav Heinrich Ralph von Koenigswald in der Mojo-kerto-Region auf Java in Indonesien entdeckt; das vollständig erhaltene Dach dieses Schädels eignet sich besonders gut für wissenschaftliche Untersuchungen. Wie sich der körperliche Reifezyklus in der Evolution der Menschheit gewandelt hat, belegen Analysen von Zahnmaterial: Das für den modernen Homo sapiens typische Wachstums-muster mit einer langen Jugendphase hat sich erst relativ spät in der menschlichen Entwicklungsgeschichte herausgebildet. Aus dem Wachstumsmuster der Zähne von Homo erectus lässt sich schließen, dass der Reifeprozess damals schneller ablief als beim heutigen Menschen. |
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DER MENSCH EIN GLOBALES PUZZLE Die Rekonstruktion der menschlichen Stammesgeschichte gleicht einem welt-weiten Puzzlespiel. Oft sind die fossilen Überreste von Skeletten unvollständig oder einzigartig, wie im Fall des indonesischen Mojokerto-Kinderschädels. Mit jedem neuen Fund und verbesserten wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden gewinnen die Paläoanthropologen ein klareres Bild von der Entwicklung des Menschen. Kein Zweifel besteht an der engen Verwandtschaft von Mensch und rezenten Primaten wie Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans. Darauf deuten vor allem Ergebnisse von DNA-Analysen: Danach unterscheidet sich das Erbgut von Mensch und Schimpanse lediglich um 1,6 Prozent (Gorilla: 2,3 Prozent, Orang-Utan: 3,6 Prozent). Als der früheste Vorfahre des Menschen gilt heute der rund sechs Millionen Jahre alte "Mil-lennium Mann" ( tugenensis ) aus dem kenianischen Rift Valley. Die innere Beschaffenheit seines Ober-schenkelhalsknochens weist ihn als Zweibeiner aus; das Knochenfossil war im Jahr 2000 im ostafrikanischen Grabenbruch gefunden worden, der seit langem als die Wiege der Menschheit gilt. Vor der Entdeckung des "Millennium Mannes" galten rund vier Millionen Jahre alte Knochenfunde aus Kenia sowie viereinhalb Millionen Jahre alte Skelette aus Äthiopien als die frühesten Spuren unserer Vorfahren. Die ersten Fossilien, die man als Homo (Mensch) bezeichnet, sind fast 2,4 Millionen Jahre alt; sie stammen aus Ost- und Südafrika und gehören zu Homo habilis . Vor etwa 1,9 Millionen Jahren entwickelte sich dann ein fortschrittlicher Menschentyp: Homo erectus hatte ein größeres Gehirn und ein Skelett, das dem heutigen Menschen sehr ähnelte. Homo erectus zog bereits weite Kreise, kam er doch von Afrika aus bis in den Kaukasus sowie nach Ost- und Südostasien und schließlich vor einer bis einer halben Million Jahre auch nach Europa. Die Forscher glauben, dass sich vor etwa 500 000 Jahren zwei unterschiedliche Linien der Gattung Homo entwickelten: eine zum Neandertaler ( neanderthalensis ) und eine zum modernen Menschen ( sapiens ). DNA-Analysen von Skeletten belegen, dass der Neande-taler einer heute ausgestorbenen Linie der menschlichen Gattung angehörte. Er wurde nach dem Neandertal bei Mettmann (zwischen Düsseldorf und Wuppertal) benannt, wo sich im Jahr 1856 erstmals ein Schädel dieses Urmenschen fand. Der klassische Neandertaler lebte im Mittel-paläolithikum in der Zeit von etwa 130 000 bis 30 000 vor Christus; Neandertaler waren untersetzter und kräftiger als die heutigen Menschen. Der moderne Mensch entwickelte sich wahrscheinlich aus einer afrikanischen Linie des Homo erectus . Die frühesten gefundenen Überreste sind zwischen 100 000 und 120 000 Jahre alt. Noch vor 40 000 Jahren lebte Homo sapiens in weit auseinander gelegenen Gebieten in Asien und Europa. Aus dieser Differenzierung gingen schließlich die heute verbreiteten Völker hervor.
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Forschung im Regenwald Das SHIFT - Programm |
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wo finde ich bloss die richtige Uni? ach ja, im internation. Kultur-Netz! |