Wo alles begann ....

Die Wiege der Menschheit stand in Afrika,dies belegen zahlreiche Knochenfunde.Es sind oft nur Bruchstücke und dennoch verraten sie viel über Körperbau und Lebensweise unserer Urahnen.Vor etwa sechs Millionen Jahren lebten vermutlich unsere ältesten bekannten Vorfahren:Hominiden, die bereits aufrecht gingen, aber noch stark Menschenaffen ähnelten.Vor rund zwei Millionen Jahren, als Klima- veränderungen zu neuen Lebensbedingungen führten schlug die Evolution verschiedene Richtungen ein: Millionen von Jahren haben verschiedene Arten von Hominiden nebeneinander gelebt.Sie konkurrierten miteinander, einige Arten hatten dabei Erfolg, andere verschwanden wieder. Durchgesetzt hat sich der Homo sapiens.
Millionen Jahre Evolution haben uns letztendlich zu dem gemacht, was wir heute sind.                                                                                                        
 © IL 2005
 

 

                                                                                         Im Kreis der Familie: Vier Millionen Jahre menschliche Evolution auf einen Blick. Mitglieder der Gattungen Australopithecus, Paranthropus und Homo posieren für ein Gruppenfoto. Rechts oben: der Neandertaler. So könnte er ausgesehen haben.

Die Modelle wurden anhand von Schädelfunden und Erfahrungswerten der Gerichtsmedizin angefertigt.                                                                                                       

Informationen über das Jahr der Lebenswissenschaften bieten die Websites:

www.lebenswissen.de

www.wissenschaft-im-dialog.de

Spuren im Stein: Bereits vor 3,6 Millionen Jahre bewegten sich unsere Vorfahren auf zwei Beinen, wie versteinerte Fußabdrücke aus Tansania belegen.

 

Der Mensch ist der vorläufige Höhepunkt einer allmählichen, Jahrmillionen dauernden Entwicklung. Sie begann mit dem einfachsten Formen des Lebens, den Einzellern, bis hin zum hochkomplizierten Organismus des Homo sapiens. Er ist noch jung auf dieser Welt – biologisch gesehen - ein «Emporkömmling». Im ständigen Kampf um das Überleben hatten jene Tiere die grössten Chancen, die sich in ihrer Entwicklungsgeschichte am weitgehendsten an die Natur anpassen konnten, die sich körperlich und instinktmässig in eine "biologische Nische" zurückzogen, in der die Konkurrenz um Nahrung, die Gefahr vor Feinden usw. Am geringsten war. Auch unsere direkten Vorfahren, die Menschenaffen (Primaten), waren gezwungen, sich anzupassen. Sie lebten und leben in Gruppen, um sich den Nahrungserwerb und die Abwehr von Feinden zu erleichtern. Lernen durch Nachahmung war und ist die entscheidene Voraussetzung für die Entwicklung der menschlichen Kultur. Der zweite entscheidende Schritt ist die Weitergabe der gesammelten Erfahrungen a die nachfolgenden Generationen. Im Verlauf der Zeit "erfand" man immer kompliziertere Verhaltens- weisen und Geräte. Der Gebrauch von Werk- zeugen wurde üblich, Waffen – und wenn es nur ein gezielt geworfener Stein war – töteten sehr viel besser als die blosse Faust. Zu den Werkzeugen der Ur-Menschen gehörte auch das Feuer, das er als Licht- und Wärmespender sowie als Ener- giequelle nutzen lernte. Logisches Denken galt lange Zeit als charakteristisches Merkmal des Menschen. Heute weiss mann dank der modernen Verhaltensforschung, dass die "typisch" mensch- lichen Fähingkeit auch bei den Menschenaffen zu finden sind. Eine weitere Begabung spielte für die Menschwerdung eine besondere Rolle: die Sprache. Entscheidend für die Ausbildung der menschlichen Sprache war der Nachahmungs- trieb. Gruppenmitglieder oder Kleinkinder wurden dadurch verleitet, beim Anblick eines bestimmten Gegenstandes den gleichen Laut zu gebrauchen wie derjenige, der ihnen den Gegen- stand zeigte. Die Sprache ist ein entschei- dender Grund für die enorme Geschwin- digkeit, mit der sich die kulturelle Entwicklung beim Menschen vollzog. Informationen oder positive Verände- rungen brauchten nicht mehr der langwierigen Weg der Vererbung zu gehen, sondern konnten direkt an alle Gruppenmitglieder weitergegeben werden.                                                                             © IL 2004

Darin liegt es auch begründet, dass alle heute lebenden Menschen in ihren biologischen Eigenschaften weitgehend übereinstimmen – ihre kulturelle Entwicklung jedoch gewaltige Unterschiede aufweist: Isolierte Naturvölker, die technisch noch auf dem Niveau der Steinzeit stehen (z.B. Neuguinea), leben gleichzeitig neben Völkern mit hochentwickelter Technik.

     

"Allein der Mensch ist imstande und vielleicht schon im Begriff, die Axt an die Wurzel des Weltenbaums zu legen"

 

Der Homo sapiens hat von seinen tierischen Vorfahren bestimmte Merkmale des Zusammen- lebens übernommen, aber mit seinem Intellekt neue Kriterien und Regeln geschaffen: Der Mensch ist ein «Gruppentier», wobei die Soziologen zwei Arten von Gruppen unterscheiden, die sogenannten erzwungenen (Mus)-Gruppen und die freiwilligen (Kann)-Gruppen. Jeder von uns wurde in Mussgruppen hineingeboren: in Familie und Religion ebenso we in die Staatsangehörigkeit. Allerdings besteht heute die Möglichkeit, sich aus eigenen dieser traditionellen Gruppierung zu lösen. Weniger Schwierigkeit ergeben sich beim Austritt aus den Kanngruppen. Beruf, Verein, Partei, Stammtisch oder Kaffeekränzchen - kurzum das, was man mitunter abfällig als "Cliquenwirtschaft" bezeichnet. Eine Gruppenmoral, das heisst eine Art vereinbarter Haltung, ist dabei für jede Kanngruppe unverzichtbar. Soziologen sehen in einer Analyse der Gruppenmoral eine Möglichkeit, um langfristige Veränderungen in der Gesellschaft zu erkennen.

                           

Neandertaler-Protein entschlüsselt

München (AP) Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts ist es nach eigenen Angaben gelungen, ein Eiweiß aus dem Knochen eines Neandertalers zu entschlüsseln. Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um das älteste jemals entschlüsselte fossile Protein, wie die Max-Planck-Gesellschaft am Mittwoch in München mitteilte. Die Methode eröffne die «neue und faszinierende Möglichkeit, die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen ausgestorbenen und lebenden Arten zu bestimmen» und stammesgeschichtliche Zusammenhänge besser zu verstehen, teilte das Max-Planck-Institut weiter mit.

Die Forscher fanden demnach heraus, dass die Neandertaler-Sequenz tatsächlich der des modernen Menschen entspricht. Allerdings unterschieden sich die Sequenzen von Neandertalern, Menschen, Schimpansen und Orang-Utans markant von denen der Gorillas und der meisten anderen Säugetiere, hieß es weiter.

Den Angaben zufolge gelang es den Forschern der Abteilung Humanevolution des Leipziger Max-Planck-Instituts, aus dem Knochen eines rund 75.000 Jahre alten Neandertalers ein Eiweiß herauszulösen und seine so genannte Aminosäuresequenz zu bestimmen. Diese könnten, ähnlich wie DNA-Sequenzen, Informationen über die genetische Verwandtschaft zwischen ausgestorbenen und lebenden Arten liefern, hieß es. Die neue Methode eröffne daher auch eine Möglichkeit, diese Beziehung auch bei viel älteren Fossilien, die keine DNA mehr enthielten, zu bestimmen.

 

 

     
 

Der Affenmensch Australopithecus africanus ging aufrecht und gebrauchte vermutlich die Hände bereits zum Steinewerfen und Waffenschwingen. Er lebte vor etwa zwei bis fünf Millionen Jahren in Südafrika. Man hält ihn für den ältesten bekannten Vorgänger des heutigen Menschen.

                                                                                                               

 

 



Der Pekink-Mensch, ein Mitglied der ausgestorbenen Art
Homo erectus, hinterliess vor etwa 300 000 Jahren zahlreiche
Spuren in einer Höhle in Nordchina. Er kannte bereits das Feuer,
tötete Wild, fertigte Steinwerkzeuge an und hatte vermutlich schon
eine Sprache. Die offenbar absichtlich zerbrochenen Knochen
sprechen dafür, dass er und seine Artgenossen dem Kannibalismus frönten.
  

 

 

 

Hölzerne Speere schwingend, stürzen Swanscombe-Jäger zum
Erlegen der Beute herbei. Der Swanscombe-Mensch, der vor
250 000 Jahren in England an Bächen jagte, hatte dickere Kno-
chen als der heutige Mensch, unterschied sich im übrigen aber wohl nicht wesentlich von ihm.

  
  Literatur: LIFE Jugendbücher
 

 

 

Der Neandertaler-Vater legt sich einen Umhang aus Tierhaut
um, die Mutter bearbeitet ein anderes Fell und die Kinder rau-
fen sich. Die Neandertaler, eine primitive menschliche Rasse, durchstreiften vor 100 000 bis 40 000 Jahren Europa und den
Nahen Osten.

 

 

 

 

                                                                                                                            

 

Neandertaler: Der verkannte Mensch
Im hintersten Winkel einer gewundenen, nur durch einen brunnentiefen Schacht erreichbaren Höhle in Apulien ruht eine sonderbare Reliquie der Frühmenschenkunde. Es ist ein menschlicher Schädel, ins Innerste der Höhle verbannt. Zwei Sintersäulen der Tropfsteinhöhle an der Rückwand halten den Schädel im Zangengriff, verkehrt herum. Und Kalkknospen besiedeln auch das Knochengesicht.

Neandertaler: Der verkannte Mensch                                                                                                                           

 



Mit der Entdeckung des Feuers änderte sich das Leben der frühen Menschen grundsätzlich. Sie drangen bis weit in den Norden vor und trotzten der Eiszeit. Dann begannen unsere Vorfahren die Welt zu erobern. Sie waren zahlreich, wehrhaft und fruchtbar. Am Ende überlebte nur Homo sapiens als einziger Spross der weit verzweigten Menschenfamilie.

 

     

    © 3SAT

    Geheimnis Mensch
    Die Herren der Eiszeit
                                                                            

Die Entdeckung des Feuers
eine  Kulturelle Evolution
Mit einem Unwetter beginnt vor

500.000 Jahren eine kulturelle
Evolution. Die folgenschwere
Entdeckung geschieht ganz
zufällig. Eines Morgens bricht
eine Gruppe von Homo erectus
zur Jagd auf und sie sehen et-
was Ungewöhnliches
                                                            

Geheimnis Mensch:
Die Herren der Eiszeit                                                            

Der "wissende Mensch"
Homo sapiens betritt die Bühne

Uneingeschränkter Herrscher
Vor etwa 40.000 Jahren erinner- ten das Klima und die Vegetati-
on Südeuropas ein wenig an das heutige Schottland. Selbst in der Eiszeit war das Leben hier für Pflanzen, Tiere und Menschen relativ angenehm.

  
   

      

 

Vor ca. sieben Millionen Jahren
erhoben sich einige affenähnliche Kreaturen auf ihre zwei wackeligen Hinterbeine. Ihre Überlebenschance
war praktisch gleich null, aber sie
setzten sich durch - auch gegen ihresgleichen. Sie trotzten Gefahren, erfanden Waffen und Werkzeuge,
mit denen sie die ganze Welt erober-
ten. Wie es zu dieser einzigarti-
gen Entwicklung kam, ist zweifellos

das größte Geheimnis der Mensch-
heits geschichte.
 

Für jene jahrmillionenalten Homo sapiens neanderthalensis führt schon die bloße Frage, wie sie wohl aussahen, ins Reich der Spekulation. Für den "Klassischen Neandertaler" hingegen, der vor 100 000 bis 30 000 Jahren lebte,
gibt es klare Merkmale, die einen starkknochigen Typen von leicht gedrungener Gestalt beschreiben. Auch
haben sich von dieser Menschenform unüberschaubar viele Werkzeuge und
andere kulturelle Zeugnisse erhalten. Es spiegelt das Bild eines Menschen, der nicht nur eine starke Physis hatte, son-
dern auch zu überraschenden sozialen und kulturellen Leistungen fähig war.
Mehr noch:

 

 

 

Offenbar ältester gehender Hominid gefunden

Addis Abeba (AP) Wissenschaftler haben in Äthiopien offenbar Knochen des ältesten gehenden Vorfahrens des Menschen gefunden. Der Hominid habe vor fast vier Millionen Jahren die Grasebenen am Horn von Afrika bewohnt, sagte Bruce Latimer, Direktor des naturgeschichtlichen Museums im amerikanischen Cleveland. Die Knochen wurden demnach im Februar in der Region Afar im Nordosten des Landes gefunden. Unter den Fossilien ist ein Schienbein, Teile des Oberschenkels, Rippen, Wirbel, das Becken und ein Schulterblatt.

Nach Latimers Angaben beweisen Becken und ein Teil eines Fußgelenkes, dass der Hominid aufrecht gegangen ist. «Mit dieser neuen Entdeckung werden wir uns ein Bild machen können, wie es zum aufrechten Gang kam», sagte der Forscher. Die Erkenntnisse wurden noch nicht von anderen

 



   
    © Philippe Plailly / Eurelios / Rekonstruktion Elisabeth Daynes,     
     Paris    

Homo Sapiens und der Neandertaler: Kulturell stand der Neandertaler dem modernen Menschen an nichts nach.

 

 

          

               © AP

 

Der Neandertaler, so zeichnet
sich ab, war ein vollgültiger Gegen-

entwurf zu unserer eigenen Sub-
spezies - dem "anatomisch moder-
nen Menschen" oder Homo sa-
piens sapiens. Eines der älte-
sten Zeugnisse der Urge-
schichte für menschliche Für-
sorge und Humanität fand sich
in der Krapina-Höhle bei Za-
greb. Dort fanden sich die Re-
likte eines Mannes, der den
halben Unterarm verloren hatte.

Hier wie bei anderen Knochen-
funden zeigen die Verletzungen
Spuren der Heilung - Hinweis darauf, dass die Behinderten von ihren Mitmenschen sowohl gepflegt
wie auch dauerhaft ernährt und

geschützt worden sind.

 


Wissenschaftlern überprüft oder in Fachzeitschriften veröffentlicht.
Leslie Aillo, Anthropologe am Londoner University College, geht aber davon aus, dass der Fund bedeutend sein könnte. Mit den Teilen des Skeletts könne man jetzt über die Biomechanik spekulieren. Der Wissenschaftler war nicht an der Entdeckung beteiligt.

Erst kürzlich waren in Äthiopien Überreste von mutmaßlichen Vorfahren des Menschen entdeckt, die vor viereinhalb Millionen Jahren lebten. Es handelt sich um die erst seit zehn Jahren bekannte Hominiden-Spezies Ardipithecus ramidus, die noch beträchtliche Affen-Merkmale aufwies. Ob diese Art auf zwei Beinen laufen konnte, ist laut Latimer und Aillo umstritten.                       

 

© NDR Die häufigsten Irrtümer über den      Neandertaler:
- Sie waren Dummköpfe mit einem  
  kleinen Gehirn
- Sie gingen gebückt wie ein 

  Schimpanse oder  Orang-Utan          
- Sie liefen, schwere Holzkeulen

  schwingend, durch die  Gegend
- Sie waren wilde, herzlose Wesen

 

 

Was unser Urahn im Kopf hatte:

© Max Planck Forschung

Der Mensch weist gegenüber allen anderen Primaten eine Besonderheit auf:   Sein Nachwuchs durchlebt eine ausgeprägte Kindheit und Jugend. Dieses Phänomen ist in der Menschheitsgeschichte noch jung. Zu diesem Ergebnis kommt das Team um Jean-Jacques Hublin und Hélène Coqueugniot von der Université Bordeaux 1 in einem Artikel in der britischen Fachzeitschrift NATURE (16. September 2004). Die Wissenschaftler haben den einzigen be-kannten, etwa 1,8 Millionen Jahre alten Kinderschädel unseres direkten Vorfahren Homo erectus unter die Lupe genommen. Dieser Schädel des so genannten Mojokerto-Kindes wurde im Jahr 1936 von einem Ausgrabungsteam um den deutschen Anthropologen Gustav Heinrich Ralph von Koenigswald in der Mojo-kerto-Region auf Java in Indonesien entdeckt; das vollständig erhaltene Dach dieses Schädels eignet sich besonders gut für wissenschaftliche Untersuchungen. Wie sich der körperliche Reifezyklus in der Evolution der Menschheit gewandelt hat, belegen Analysen von Zahnmaterial: Das für den modernen Homo sapiens typische Wachstums-muster mit einer langen Jugendphase hat sich erst relativ spät in der menschlichen Entwicklungsgeschichte herausgebildet. Aus dem Wachstumsmuster der Zähne von Homo erectus lässt sich schließen, dass der Reifeprozess damals schneller ablief als beim heutigen Menschen.

der ganze der ganze Bericht                                                                                                                       

© MPI für Evolutionäre Anthropologie


DER MENSCH EIN GLOBALES PUZZLE

Die Rekonstruktion der menschlichen Stammesgeschichte gleicht einem welt-weiten Puzzlespiel. Oft sind die fossilen Überreste von Skeletten unvollständig oder einzigartig, wie im Fall des indonesischen Mojokerto-Kinderschädels. Mit jedem neuen Fund und verbesserten wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden gewinnen die Paläoanthropologen ein klareres Bild von der Entwicklung des Menschen. Kein Zweifel besteht an der engen Verwandtschaft von Mensch und rezenten Primaten wie Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans. Darauf deuten vor allem Ergebnisse von DNA-Analysen: Danach unterscheidet sich das Erbgut von Mensch und Schimpanse lediglich um 1,6 Prozent (Gorilla: 2,3 Prozent, Orang-Utan: 3,6 Prozent). Als der früheste Vorfahre des Menschen gilt heute der rund sechs Millionen Jahre alte "Mil-lennium Mann" ( tugenensis ) aus dem kenianischen Rift Valley. Die innere Beschaffenheit seines Ober-schenkelhalsknochens weist ihn als Zweibeiner aus; das Knochenfossil war im Jahr 2000 im ostafrikanischen Grabenbruch gefunden worden, der seit langem als die Wiege der Menschheit gilt. Vor der Entdeckung des "Millennium Mannes" galten rund vier Millionen Jahre alte Knochenfunde aus Kenia sowie viereinhalb Millionen Jahre alte Skelette aus Äthiopien als die frühesten Spuren unserer Vorfahren. Die ersten Fossilien, die man als Homo (Mensch) bezeichnet, sind fast 2,4 Millionen Jahre alt; sie stammen aus Ost- und Südafrika und gehören zu Homo habilis . Vor etwa 1,9 Millionen Jahren entwickelte sich dann ein fortschrittlicher Menschentyp: Homo erectus hatte ein größeres Gehirn und ein Skelett, das dem heutigen Menschen sehr ähnelte. Homo erectus zog bereits weite Kreise, kam er doch von Afrika aus bis in den Kaukasus sowie nach Ost- und Südostasien und schließlich vor einer bis einer halben Million Jahre auch nach Europa. Die Forscher glauben, dass sich vor etwa 500 000 Jahren zwei unterschiedliche Linien der Gattung Homo entwickelten: eine zum Neandertaler ( neanderthalensis ) und eine zum modernen Menschen ( sapiens ). DNA-Analysen von Skeletten belegen, dass der Neande-taler einer heute ausgestorbenen Linie der menschlichen Gattung angehörte. Er wurde nach dem Neandertal bei Mettmann (zwischen Düsseldorf und Wuppertal) benannt, wo sich im Jahr 1856 erstmals ein Schädel dieses Urmenschen fand. Der klassische Neandertaler lebte im Mittel-paläolithikum – in der Zeit von etwa 130 000 bis 30 000 vor Christus; Neandertaler waren untersetzter und kräftiger als die heutigen Menschen. Der moderne Mensch entwickelte sich wahrscheinlich aus einer afrikanischen Linie des Homo erectus . Die frühesten gefundenen Überreste sind zwischen 100 000 und 120 000 Jahre alt. Noch vor 40 000 Jahren lebte Homo sapiens in weit auseinander gelegenen Gebieten in Asien und Europa. Aus dieser Differenzierung gingen schließlich die heute verbreiteten Völker hervor.

Max Planck Forschung - Das Wissenschaftsmagazin der Max-Planck-Gesellschaft -

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

Prima Klima

EVOLUTION
Homo sapiens
ein Chaot oder doch lernfähig?


Visionen
Zukunft

 

 

Der Kosmos
oder: Sternzeit 000001






PRIMA KLIMA

 

 

 

 

VULKANE
heiss und
gefährlich

 

 

Infos über Ganztagsschulen
Jugend für Europa




"Abenteuer Schule"
Forschungslabore
-Schubkraft für die Schulen-

Diagnose:
KREBS
bei Kindern
    Drogen sind verlogen

denn ohne Ziel gibt es keinen Weg


Alles Nano oder was?
Aktuelles aus der Forschung

 

Vom Affen
gebissen?

 

Die Brückenbauer - Forschung
als Verbindung zwischen
Mensch und Natur

Die Natur als Ingenieur (Bionik)

DER QUERDENKER

Albert Einstein

Forschung im Regenwald

Das SHIFT - Programm

 

wo finde ich bloss die richtige Uni?

ach ja, im internation. Kultur-Netz!

 

NOIW ««Nordiesche im Web»» (Schlittenhunde) Tierschutzseite der NOIW Mecker -und Lob-box (e-mail)