Die Natur kennt keine Bestien; sie werden von Menschen gezüchtet

Immer wieder sagen Leute über einen bissigen Hund,
er sei   "so scharf wie ein Wolf".
Doch
WOLF IST WOLF UND HUND IST HUND!
Durch jahrtausendelange Züchtung sind verschiedene Hunderassen zum Gebrauchtsobjekt oder zur Waffe für Ihre Besitzer geworden. Der Wolf hingegen ist ein Wildtier geblieben, und sein Naturell widersetzt sich der Macht des Menschen, der versucht, alles im Tierreich zu beherrschen und auszubeuten. In diesem Sinne wird der Wolf in unserer auf Profitstreben ausgerichteten Gesellschaft als nutzloses oder gar schädliches Geschöpf angesehen. Enttäuschend ver-
lief früher wie noch heute für gewisse Hundezüchter die Einkreuzung eines Wolfs oder einer Wölfin in eine bestimmte Hunderasse. Sie hatten erwartet, daß die "Schärfe" des Wolfs bei den Kreuzungswelpen weiterwirkt. Doch das Gegenteil war der Fall. Denn es zeigte sich, daß die Menschenscheu des Wolfs genetisch tief verwurzelt ist und als dominierende Eigenschaft vererbt wird. Mit diesen scheuen Tieren, die sich dem menschlichen Unterwerfungswillen widersetzten und unter Zwang zu Angstbeißern wurden,
war nichts anzufangen. Sie ließen sich partout nicht darauf dressieren, andere Menschen anzugreifen, waren somit für die Züchter nicht als Gebrauchshunde zu verwenden und galten damit als minderwertig.
(Quelle: Werner Freund - Der Wolfsmensch)
                                                                                                        

Seit dem 10. Mai 1999 werden von
Erika und Werner Freund 3 sibirische
Wölfe aufgezogen.
Im Alter von 6 Tagen holte Werner
Freund die Wölfe zu sich nach Hause.

 

 

 

Ganz schön frech sind sie mittlerweile geworden,  die heranwachsenden  
Wölfe;  und ihre Rangordnungsspiele untereinander werden immer  härter.

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Foto: Frau Hildegard Hoppe
W. Freund mit Apas, Alfons und Wolfgang
Das Foto zeigt 3 sibirische Wölfe, die am
4. Mai 1999
in einem Wildgehege in Silz/Pfalz geboren
wurden.
Sie sind von Werner und Erika Freund
mit der Milchflasche aufgezogen worden.
Eine Holzhütte in der Nähe des Wohnhauses
gab ihnen Geborgenheit und Schutz. Bis zur Fertigstellung des großen Geheges, das sie
im August 99 bezogen, hatten die Wölfe täglich Freilauf in einem Wildgatter des Forstes. Hier konnten sie ausgelegtes Futter selbst aufspüren.
                                                                                  

Die Patenschaft der 3 sibirischen Wölfe haben übernommen:

Die Wölfe tragen die Vornamen ihrer Paten.


"Wir leben für die Wölfe", das sagte mir Erika Freund am Osterabend bei unserem Telefongespräch. Werner Freund war gerade unterwegs. Ein Landwirt aus der Nachbarschaft hatte ihn kurz vorher angerufen, um ihm mitzuteilen, daß eine Kuh gestorben sei. Frisches Fleisch für seine Wölfe - da spielt es auch keine Rolle ob gerade Ostern ist.
Wir halten unsere 25 Wölfe auf einem 4,5 ha großem, umzäunten Gelände im Kammerwald in verschiedenen Anlagen. Wir freuen uns über 9 Articwölfe, 4 Timberwölfe, 2 Indische Wölfe und über 10 Europäische Wölfe. Erika Freund sagte mir, unter diesen 25 Wölfen sind eine Timberwölfin und ein Timberwolf die 16 Jahre alt sind. Ein Polarwolf ist 14 Jahre alt. Das Futter für die älteren Tiere wird immer aufwendig vorbereitet. So wird das Fleisch in kleine Stücke geschnitten, damit es von den älteren Tieren leichter zerkaut werden kann.

Jedes Projekt bedeutet viel Verantwortung und auch einiges an Entbehrungen. Gemeinsame Urlaube können Erika und Werner Freund nicht unternehmen. Es muss immer jemand von uns zu Hause bleiben, denn Wölfe von Fremden füttern zu lassen, wäre undenkbar sagte mir Erika Freund. In Ihrem Haus hält sie 6 Katzen. Auf dem Hof tummeln sich Hühner und Enten.

Insgesamt 68 Wölfe hat Erika und Werner Freund seit 1972 aufgezogen. Inzwischen lebt Werner Freund 
- nach Wolfsart - in jeder Situation eng mit seinen Wölfen zusammen.


Sie erreichen den WOLFSPARK über die Trierer Straße (innerstädtisch) oder über die B
51 in Richtung Mettlach/Besseringen, Abfahrt Bundeswehrstraße "zur Kaserne Ell", von dieser Bundeswehrstraße dann links ab bis zum Schützenhaus (großer Parkplatz). Hier zeigt Ihnen dann ein Hinweisschild den kurzen Fußweg in den Wolfspark.

Öffnungszeiten: Sie können den WOLFSPARK täglich ab Tagesanbruch bis zum Einbruch der Dunkelheit
kostenlos besuchen, die Freigehege umwandern und die Wölfe in ihren natürlichen Lebensräumen beobachten.

Führungen: Kostenlose Führung durch Werner Freund jeden ersten Sonntag im Monat um 16.00 Uhr am Gehege der weißen Wölfe.

Gruppenführungen (ab 30 Personen)  jederzeit  nach vorheriger Terminvereinbarung mit

Werner Freund,
Waldstraße 206,
66663 Merzig .
(Tel. und Fax: 0 68 61 / 911818)

möglich.

Parkmöglichkeiten: direkt vor dem Wolfspark.

Weitere Infos: Fremdenverkehrsamt der Kreisstadt Merzig, Zur Stadthalle 4, 66663 Merzig
(Tel.: 0 68 61 / 1 94 33; Fax: 0 68 61 / 7 21 20)


TIP:  Ein Interview mit Werner Freund

         Ein Oberwolf erzählt

        

© H. Jenal Eine Reise ins Land der Wölfe, Bären und Schneeleoparden.

Mit Werner Freund dem Wolfsforscher auf den Spuren der
Wolfsjäger Bilder und Text von: Hartmann Jenal

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UNTER WILDEN WÖLFEN
ZDF DER UNTER WÖLFEN LEBT
 

 

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