"Vis per varietatem plus in varietate concordia"
-Kraft durch Vielfalt und Eintracht in der Verschiedenheit -
Tierschutz und seine Menschen
Der Mensch, der sich als etwas Besonderes unter allen Lebewesen einstuft, und meint, der Rest der Schöpfung sei exklusiv für seinen Gebrauch geschaffen, begibt sich in eine schicksalhaften Isolation. Also gilt hier besonders die Maxime "Alles beginnt damit wo Du gerade stehst."
Das Lager der Tierschützer ist dogmatisch. Das führt zu massiven Problemen, die unnütz sind, wie ein Kropf! Kraft und Energie werden in gegenseitigen Schuldzuweisungen sinnlos vergeudet. Das oft kontraproduktive Verhalten im Tierschutz ist die Basis für einen fruchtbaren Boden auf dem Qualzüchter, Massentierhalter und anderes Geschmeiß ihre reiche Ernte einfahren. Viel zu zögerlich werden Gesetze und Verordnungen, auch auf EU-Ebene verabschiedet, weil es keine einheitliche Handlung im Tierschutz gibt. Zwei Beispiele will ich hier einmal aufzeigen.
Streunerhunde im Ausland. Ob in Ost- oder Südeuropa, hier gibt es keine
Unterschiede.
Schlagworte sind: Tötungsstationen, Massentötungen auf den Strassen. Tierschutz vor Ort
kann kaum durchgeführt werden, hier wird die Mentalität der einheimischen Bevölkerung
oft rüde ignoriert. Organisationen karren somit Tiere aus dem Ausland in den
"gelobten Westen". Tiere, die in vielen Fällen sehr krank und schwach sind. Ist
das Tierschutz? Ich meine das ist Tierquälerei. Eine stupide Verlagerung der Problematik
kann so nicht hingenommen werden. Der EU liegen bis heute keine offiziellen Hinweise über
Tötungsstationen und Massenmorden der Tiere vor. Das weist doch darauf hin, dass
offensichtlich ein nicht geringer Profit mit dem Leid der Tiere durch verschiedene
Organisationen und Privatpersonen gemacht wird. Es gibt Fälle, hier wissen die Menschen
nicht, die Tiere ein gutes zu Hause bieten möchten, dass diese aus dem Ausland kommen.
Das habe ich während meiner Vorkontrollen mehr als ein Mal erlebt. In den Verträgen
steht nicht der kleinste Hinweis auf Ankaufuntersuchungen. Der Gesetzgeber schützt den
neuen Tierbesitzer zwar, doch es ist allgemein kaum bekannt.
Als zweites Beispiel nenne ich: Indiens heilige Ratten. Eine Milliarde Menschen
leben in Indien und noch viel mehr Ratten. So sehr Ratten den Menschen in Indien
zusetzen, sie werden nicht bekämpf. Im Gegenteil - die Ratte gilt in Indien auch als
heiliges Tier.
In Asien bewundert man die Ratte wegen Ihrer Schlauheit und Anpassungsfähigkeit. So hat
sie es sogar bis an die Seite des Gottes Ganesh geschafft. Im Tempel von Karni Mata im
Nord-Indischen Deshnok, nahe der pakistanischen Grenze werden Ratten verehrt. 20.000
Ratten, so schätzt man, huschen in den heiligen Tempelhallen umher: Speisen von silbernen
Tellern, Joghurt und Bananen. Die Ratten gelten als Reinkarnation der Angehörigen des
Volkes der Karni Mata.
Alles beginnt eben damit, wo man gerade steht................
© Ilselore Lehn - 2006
"Auf den Hund gekommen"
Aus dem Inhalt:
'''Zwei Drittel aller Heimtiere stehen in Mastkondition''', Tierliebe muss als
Entschuldigung für deren grenzenlosen Missbrauch herhalten, Tiere dienen als
unersetzliche Kompensation von Einsamkeit, die gesellschaftliche Dimensionen erreicht hat.
Es gibt Konflikte zwischen Tierhaltern und Menschen ohne Tiere und eine Tiermedizin, deren
gesellschaftliche Aufgabenzuweisung Tierschutz versus Lebensmittelhygiene
den inneren Konflikt ins System einbaut..........
WIR - Magazin für die ehemaligen der
FU-Berlin