Quelle: Ghost in the shell

Die Verschmelzung von Technologie und menschlichem Fleisch begann Ende des vorherigen Jahrhunderts. Dicht gefolgt von Interface zwischen menschlichem Gehirn und elektronischen Systemen. Vielleicht ist der Mensch in der Mitte des 21. Jahrhunderts in der Lage einen direkten psychischen Zugang zur Matrix zu ermöglichen, und zwar mittels eines «Matrix-Metaphorischen Cybernetischen Interface» .
Die Informations-Technologie (IT) ermöglicht es den Menschen dann auf die Matrix zuzugreifen. Stellt doch die Matrix eine informations-elektronische Analogwelt dar. Talentsoft sind Chips, auf dem Programme enthalten sind, die sich der Benutzer zu Eigen machen kann. Ein Beispiel für ein gebräuch- liches Talentsoft ist der Sprachchip, der die Fähigkeit verleiht, eine Fremd- sprache so zu benutzen, als sei sie seine Mutter- sprache. Eine Datenbuchse ist eine universelle Form der Chipbuchse und ermöglicht nicht nur Input, sondern auch Output. Ohne implantierte Datenbuchse ist der Zugang zur Matrix unmöglich. Die Bodyware ist der Sammelbegriff für alle körperlichen Verbesserungen.

Die Computergestützen Waffensysteme werden immer stärker und präziser. Die einzige effektive Abwehr gegen so eine Waffe kann im Grunde nur wieder so eine Waffe sein. Um in der Forschung einen Schritt weiterzugehen, wird die Möglichkeit untersucht, einem Waffensystem eine Art «sechsten Sinn» zu geben.......                                                                                              

             

 



Die Angst, vor der Zukunft ist der sicherste Weg, sie nicht zu gewinnen. Die Zukunft kommt ja nicht einfach auf uns zu. Wir müssen sie nach unseren eigenen Vorstellung gestalten. Es ist jedoch nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird.

Das Alte kennt auf die Frage, ob es nicht ein wenig rücken könnte, um dem Neuen Platz zu machen, lediglich eine Antwort: "nur über meine Leiche". Wohl deshalb definierte Joseph Schumpeter Innovation als schöpferische Zerstörung. Das Neue lässt sich jedoch nicht erzwingen; Nachdenken, ruhiges Experimentieren, Versuch und Irrtum sind die Weggefährten der Forschung. Albert Einstein merkte an: "Wenn man jedoch die Forschung nur den Ingenieuren überlässt, hätte man perfekt funktionierende Petroleumlampen, aber keinen elektri- schen Strom" Grundlage einer jeden Innnovation kann also nur sein, menschliches Wissen und Können durch wissenschaftliche Forschung und technische Entwicklung zu vermehren.

Unser hoher Lebensstandard basiert auf den wissenschaftlich- technischen Innovationsleistungen früherer Generationen. Wollen wir einen hohen Standard für uns und besonders für unsere Kinder beibehalten, müssen wir uns wieder einen Vorsprung erarbeiten.

 

Mitteilsame Nerenzellen
Hundert Milliarden Nervenzellen birgt das Nervensystem des Menschen -schätzungsweise- es können auch ein paar mehr sein. Und die einzelnen Nervenzellen können jeweils mit Tausenden von Nachbarn Kontakt aufnehmen. Aus kleinen Membranbläschen, den Speichervesikeln, werden dabei spezielle Botenstelle freigesetzt, die das Verhalten der Nachbarzelle beeinflussen. Die Fähigkeit der Nervenzellen, Informationen zu sammeln und zu verarbeiten - bis hin zu komplexen Gehirnfunktionen wie Lernen und Gedächtnis - beruhen auf  molekularen Prozessen. Was sich dabei auf molekularer Ebene abspielt, das gilt es im Detail zu analysieren.
    
         
An den reich verzweigten Auswüchsen einer Nervenzelle (blau) sind Kontaktstellen mit anderen Nervenzellen erkennbar (rot)

Quelle: Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie
(Karl-Friedrich-Bonhoeffer-Institut) Göttingen
Vom Ei zum Organismus
Ob Herz oder Hirn, Leber oder Lunge - alle Zellen in unserem Körper stammen letztlich von einer einzigen ab. Wie aber gelingt es der Eizelle, so vielfältige Nachkommen hervorzubringen? Und wie formieren sich die Zellen im Embryo zu komplexen Organen, die zuverlässig zusammenarbeiten?
Diese rätselhaften Prozesse werden auf molekularer Ebene erkundet, bei Fliegen ebenso wie bei Fischen und Hühnern, Kaninchen und Mäusen. So verschiedenartig diese Organismen anmuten, während der Embryonalentwicklung greifen sie auf recht ähnliche genetische Programme zurück. Folglich erlaubt die Menagerie den Forschern auch Rückschlüsse auf den frühesten Lebensabschnitt des Menschen.

Biochemische Kinetik
Die faszinierende Vielfalt des Lebens ist mangelnder Perfektion bei der Reproduktion zu verdanken. Zwar ist die Erbsubstanz «Desoxyribonukleinsäure» kurz: DNA ein ausser-
gewöhnlich stabiles Makromolekül. Doch beim Ko-
pieren und Vervielfältigen treten bisweilen Fehler auf. Da nicht alle diese Defekte repariert werden, entstehen immer wieder neue Varianten als Grundlage für die Evolution des Organismen. Alle Arten von Lebewesen sind diesem ständigen Wandel unterworfen. Evolution lässt sich als naturgegeben beobachten, aber auch unter kontrollierten Bedingungen nach Wunsch inszenieren: Bei solchen Experimenten dürfen sich Bakterien, Viren oder einzelne Nukleinsäure-Moleküle fleissig vermehren, während sie immer wieder nach bestimmten Kriterien aussortiert werden. So lassen sich grundlegende Mechanismen der Evolution studieren, zum Beispiel auch die Tricks, mit denen Viren und andere tückische Krankheitser- reger das Immunsystem überlisten. Mit speziellen spektrosko- pischen Techniken kann man einzelne Moleküle nachweisen; im Prinzip lässt sich auf diese Weise sogar der Aufbau einzelner Nukleinsäure-Moleküle entschlüsseln.
Broschüre

 

Massarbeit in gigantischer Entfernung

Cassini ist eine Mission der Superlative. Eines der grössten und schwersten Orbiter, das jemals gebaut wurde, fliegt dreineinhalb Milliarden Kilometer durch das All. Ausgeklügelte Manöver beschleunigen das Raumschiff in einem kosmischen Billarspiel und führen es exakt dorthin, wo die Planetenforscher noch viele Geheimnisse lüften wollen: zum Planeten Saturn und seinen Monde, in die fernen Regionen unseres Sonensystems.


©  DLR

Herausforderung Nummer eins ist die Beschleunigung des Raumschiffs. Denn Cassini, mit allen Instrumenten und Treibstoff beladen, ist ungeheuer schwer. Beim Start 1997 wog das Raumschiff fast sechs Tonnen. Es gab keine Chance, dieses Gewicht auf einen direkten Weg zum Saturn zu bringen. Um es dennoch mit dem nötigen Schwung für den langen Flug durchs All auszustatten, haben die Ingenieure eine Toure ausgeklügelt, auf der das Raumschiff durch Vorbeiflüge an Planeten des inneren Sonnensystems immer wieder Schwung holt.
Durch seine nahen Passagen an der Venus, der Erde und schliesslich dem Jupiter wurde das Raumschiff beschleunigt, um den weiten Weg in weniger als sieben Jahren zu bbewältigen. Doch am Ende der Reise war Cassini dann zu schnell, um direkt auf eine Saturn-Umlaufbahn einschwenken zu können. Also steuerte man im Sommer 2004 das raumschiff mit der Antenne voraus, als Schutzschild vor Staubteilchen, durch eine Lücke der Saturnringe. Programmgemäss drehte es sich dann um 180 Grad und bremste mit dem Triebwert voraus anderthalb Stunden lang so stark ab, dass die Schwerkraft des Planeten Cassini auf eine elliptische Umlaufbahn ziehen konnte. Dieses Manöver zum Einbremsen Cassinis in einen Saturnorbit war in seiner Kühnheit, aber auch in der Präsision, mit der es ablief einmalig.

 

Das Bodenkontrollteam am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena (Kalifornien) erfuhr von dem erfolreichen Manöver erst, als es längst abgeschlossen war, nämlich 84 Minuten später, so lange benötigt das Funksingnal von Cassine für eine einfache Strecke zur Erde.
Quelle: DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

 

© Humboldt-Stiftung Einmal Weltall und zurück

Microsoft Co-Gründer Paul Allen finanziert die Entwicklung des SpaceShip-One. Am 21. Juni 2004 hat SpaceShipOne als erste privat finanzierte Rakete eine Flughöhe von 100 km erreicht.  Kunden, die für einen Preis von 5.000 oder 1,1 Millionen Dollar zahlen, können auf einem ballistischen Flug in einem Raumfahrzeug in den Weltraum gelangen.


(100 Kilometer Apogeehöhe); einige Minuten Schwerelosigkeift erfahren. Den Weltraum zu betrachten ist ein Genuss, da die Sterne viel klarer und heller ohne die Atmosphäre dazwischen erscheinen.
Interessenten sind bereits gefunden. Obwohl noch keine verbindlichen Starttermine festgelegt wurden, sind bei der grössten Reiseagentur für Weltraumtourismus bereits 25 Tickets für suborbitale Flüge zu 100.000 Dollar vollständig bezahlt und 130 suborbitale Flüge zu 6.000 Dollar sind angezahlt. Interessenten sind bereits gefunden. Obwohl noch keine verbindlichen Starttermine festgelegt wurden, sind bei der grössten Reiseagentur für Weltraumtourismus bereits 25 Tickets für suborbitale Flüge zu 100.000 Dollar vollständig bezahlt und 130 suborbitale Flüge zu 6.000 Dollar angezahlt.
Quelle: Humboldt Kosmos Magazin

 


  
Um die Zukunft zu gestalten, müssen wir heute verstehen, was, wo und wie  in der Vergangenheit passierte.
Der Betrachter hat häufig den Eindruck, die Wissen- schaftlerinnen und Wissen- schaftler sind der Kindheit nie entwachsen.
Die "Forschungsspielchen" sind jedoch alles andere als ein kind- liches Spiel.
  

 

 

                       

Biotechnologie

Biotechnologie wurde von Menschen bereits vor ca. 6.000 Jahren betrieben. Ohne die zu Grunde liegenden biologischen Abläufe zu kennen, verwendeten zu dieser Zeit die Bewohner des Zweistromlandes bereits Mikroorganismen zur Herstellung von Bier und einem dem Wein ähnlichen Getränk. In späterer Zeit lernte man, mit Hilfe von Hefen Sauerteig herzustellen und Milchsäurebakterien zu verwenden, um Milch in Käse oder Joghurt umzuwandeln und dadurch haltbarer zu machen. Aber erst im 19. Jahrhundert erkannten Wis-senschaftler wie Louis Pasteur mit Hilfe der Mikroskopie und der Biochemie, dass Mikroor-ganismen für eine Vielzahl von Stoffumwandlungen verantwortlich sind, die der Mensch seit Jahrtausenden nutzt. Der Begriff „Biotechnologie" wurde 1919 von dem ungarischen Ingenieur Karl Ereky geprägt und als Summe aller Ver fahren definiert, mit denen Produkte aus Rohstoffen unter Zuhilfenahme von Mikroorganismen erzeugt werden. Die moderne Biotechnologie nutzt sowohl Mikroben als auch höhere Organismen und deren Bestandteile unter Einbeziehung von Erkenntnissen und Methoden aus der Chemie, Physik und Fertigungstechnik. Als Bestandteile von Organismen besitzen speziell die Enzyme – also Eiweißstoffe, die chemische Reaktionen in der Zelle katalysieren – in der Biotechnologie einen hohen Stellenwert. Als eine sanfte Technologie hat die Biotechnologie u. a. in den Bereichen Medikamentenherstellung, Naturstoff- produktion, Lebensmittelverarbeitung oder Abluft-, Abwasserreinigung und Bodensanierung herkömmliche chemische und physikalische Prozesse erfolgreich ersetzt und Ver fahren ermöglicht, die mit geringerem Rohstoff- und Energieaufwand bei deutlich verminderter Umweltbelastung stattfinden. Aber auch in der Grundlagenforschung sind die Methoden zur Kultur von Zellen und Geweben im Labor vorwiegend den Fortschritten in der Biotechnologie zu verdanken.

Heilen mit neuen Arzneimitteln

In Deutschland sind heute rund 60 Medikamente mit 42 gentechnisch hergestellten Wirkstoffen zugelassen. Langfristig werden 20 - 25 % aller zukünftigen Pharma-Wirkstoffe gentechnisch produziert.

     
Fermentern (Stahlkessel)

Wachstumshormon

Das Wachstumshormon aus der menschlichen Hirnanhangdrüse (Hypophyse) reguliert das Längenwachstum. Rund eines von 2.500 Kindern leidet aufgrund mangelnder oder fehlender Bildung des Hormons an Zwergwuchs. Früher wurde das Wachstumshormon aus Hypophysen von Leichen in unzureichender Menge und mit dem Risiko der Verunreinigung durch den Erreger der BSE-ähnlichen Creutz-feld-Jakob-Krankheit gewonnen. Heute produzieren gentechnisch veränderte Bakterien das wertvolle Hormon als sicheres Medikament in ausreichender Menge. In Stahlkesseln (Fermentern) kultivierte Bakterien produzieren menschliches Wachstumshormon.

 

      Im Genom zwischen den Zeilen lesen

Zu den neuesten Erkenntnissen in der Genomforschung zählt das Wissen um die genauere Herkunft großer Bestandteile des menschlichen Erbguts. So stammen mindestens acht Prozent des Genoms aus Viren: Ihr Erbgut steuert seit Millionen Jahren im Körper mit - ein Schritt weiter beim Verständnis von Krebs und Aids. Am Institut für Molekulare Virologie beschäftigen sich Wissen- schaftler mit Teilen dieser einstigen Parasiten,die im Genom wichtige Steuerungsfunktionen übernommen haben. Diese Untersuchungen können auch wertvolle Hinweise darauf liefern, wie andere Viren, beispielsweise der Aids-Erreger HIV, sich in manchen Zellen verstecken.

 

            
             Bild: T. Bauer - Neurochirurgische Klinik Mainz
Endoskopie in der Neurochirurgie: Über ein so genanntes modulares Trokarsystem kann der Neurochirug endoskopisch minimalinvasive Operationen durchführen. Durch den Arbeitskanal des Trokars können chirurgische Instrumente wie Mikroscheren und Mikrozangen in den Körper vorgeschoben werden.
(Trokare: Instrument zur Punktion oder Eröffnung einer Körperhöhle)

Neurochirurgische Klinik und Poliklinik Mainz

 

Bei der Aufklärung der molekularen Grundlagen von Erkrankungen gehen die beiden unterschiedlichen Disziplinen, Medizin und Biowissenschaften ,immer stärker aufeinander zu, birgt doch das molekulare Wissen neue wirkungsvolle Ansätze für die Diagnose, Prävention und individuelle Therapie.

Zunehmend bearbeiten Wissenschaftler aus den beiden Gebieten gemeinsam Forschungsprojekte. Die Genomforschung spielt bei diesem Annäherungsprozess eine entscheidende Rolle.
Bei vielen Erkrankungen, von denen weite Kreise der Bevölkerung in den Industrienationen betroffen sind und die wir gemeinhin als Volkskrankheiten bezeichnen, also beispielsweise Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wirken mehrere Gene, Schadstof fe aus der Umwelt sowie individuelle Lebensgewohnheiten zusammen. Diese Erkran kungen werden deshalb als polygen und multifaktoriell oder auch als komplexe Krankheiten bezeichnet. Für diese Krankheiten sind die zugrunde liegenden vielfältigen molekularen Veränderungen im Netzwerk der Zelle noch weitgehend unbekannt.

 

               
Implantierbare Mikroelektrode: Bestehen aus flexiblem durchsichtigem Polymid mit 278 Löchern und 19 Siebelektroden sowie drei Stegen für die Befestigung im Gewebe. Ein Steg dient als Verbindungsstrang zu externen Stimulation.
Nervenzellen und Chip wachsen zusammen

Schlüsselbausteine der Implantate sind Siebelektroden, die in eine Mikrostruktur aus dem Kunststoff Polyimid eingebettet sind. Forscher lassen in Kulturschalen die Fortsätze von Nerven  «Axone» von Ratten-Rückenmarksnervenzellen durch die Löcher des Mikroimplantats spriessen. Bei den Versuchen die Forscher herausgefunden, wie man erreicht, dass besonders viele und besonders lange «Axone» wachsen: Auf der anderen Seite der Siebelektroden müssen sich bestimmte Zellen des Nervenhüll- und -stützgewebes  "Schwannsche Zellen" befinden. Diese senden Wachstumsfaktoren aus und locken die Nervenfortsätze damit gleichsam an.

 

 Mit  leichter Hand

Eine neuartige Prothese soll Behinderte besser zugreifen lassen. Etwa ein Drittel der Besitzer einer Handprothese tragen diese nicht regelmäßig. Denn die Prothesen sind recht schwer und ermüden deshalb den Träger. Außerdem erlauben sie in der Regel nur einen Griff: Dabei bewegt sich der Daumen einerseits und Zeige- und Mittelfinger andererseits wie die zwei Schenkel einer Zange aufeinander zu.


 

Links: Flexibler Greifer für Schwerstbehinderte: "GRIP"
Rechts: Leichtgewicht: Der Prototyp aus Karlsruhe arbeitet z.B. mit Gas.

Wissenschaftler sinnen auf Abhilfe und wollen in den nächsten Jahren eine neuartige Prothese entwickeln. Einen Prototyp ist schon gebaut. Gleichsam das Skelett dieser künstlichen Hand besteht aus kleinen Kammern  Fachjargon: Fluidaktoren, in die jeweils über einen Steuerkanal eine Flüssigkeit oder ein Gas hinein- oder herausgepumpt wird. Die Kammern, deren Wände zum Beispiel aus Kunststoff-Folien bestehen, verändern daraufhin ihre Größe. Diese dreidimensionale Verformung wird dann in eine mechanische Bewegung umgesetzt. Die Vorteile dieser Konstruktion liegen auf der Hand: Sie gestattet den Bau extrem leichter Prothesen, die in Aussehen und Form natürlich wirken. Noch lässt das Karlsruher Labormodell nur einen einzigen Griff zu, doch mit dem neuen fluidischen Prinzip sind verhältnismäßig einfach Prothesen zu bauen, mit denen Behinderte auf verschiedene Weisen zupacken können. Durch die Beweglichkeit jedes einzelnen Fingergelenks passt sich die neue Kunsthand wie ihr natürliches Vorbild an den Gegenstand an, der gegriffen wird. So verteilen sich die Kräfte gleichmäßig um das Objekt und halten es sicher. Deshalb ist es gar nicht erforderlich, dass die  Kunsthand so kraftvoll zugreift wie konventionelle Prothesen. "Im übrigen braucht man für die meisten Griffe im Alltag  (ein Trinkglas halten, einen Türgriff herunterdrücken, einen Kamm umfassen) nicht viel Kraft".Auf dem Weg vom Prototypen zur verkaufsfähigen Handprothese wollen die Wissenschaftler verschiedene Modelle entwerfen, die dann von Patienten und Ärzten beurteilt werden sollen. Gleichzeitig suchen die Forscher nach dem möglichst idealen Material für die Fluidaktoren und arbeiten an der Verkleinerung von Pumpen und Ventilen, die zum Füllen der Kammern nötig sind und die in der Handfläche untergebracht werden sollen.

 



Cyborgs sind Mischwesen aus Mensch und Maschine.
Heute können lebende Zellen mit elektronischen Bauteilen kombiniert werden.
Damit Nervenzellen mit Halbleiterelemente zusammenarbeiten, werden mit aufgestempelten Kontaktpunkten für die Zellen und Linien, die Nervenfasern den Weg weisen, bauen die Forscher am SIG-2 kleine Netzwerke aus Hirnzellen von Ratten. Um in diesem Geflecht auszumachen, welches "Nervenkabel" zu welcher Zelle gehört, färben die Forscher die Zellen mit unsterschiedlichen Farbstoffen an.
Künftig wollen die Forscher ein ganzes Netz von Nerven-
zellen so mit winzigen Transistoren koppeln, dass jeder Zelle genau ein solches elektronisches Bauteil zugeordnet ist. Dann liessen sich die einzelnen Zellen gezielt elektrische stimulieren und gleichzeigtig messen, wie jedes Element das Netzwerk auf diesen Reiz reagiert.
Elektronische Bauteile im Körper, die Blinde wieder sehen lassen oder bei Querschnitts-
gelämten durchtrennte Rückenmarkfaser überbrücken, lebende Nervenzellen in Computern, die den Rechnern neue kombinatorische Fähigkeiten verleihen.
Verbindungen von Biologie und Elektronik hat bereits begonnen. Z.B. in den Labors,   für Schichten und Gernzflächen (ISG-2) des Forschungszentrums Jülich. Hier lassen Wissenschaftler auf Mikrochips Zellen wachsen unm mit elektronischen Bauteilen zusammen- zuarbeiten. Herzmuskelzellen oder Nervenzel-
len. Damit die Kontaktaufnahme von Zellen und Mikroelektronik klappt, ist es notwendig, dass sich die Zellen an genau festgelegten Stellen auf dem Chip festsetzen. Damit die Zellen wissen, wo sie anwachsen sollen, wird ein entsprechendes Muster aus Eiweissen und Wachstumsfaktoren auf die Siliziumoberfläche gestempelt. Dort und nur dort siedeln sich die Zellen an und Nervenzellen bleiben mit ihren Fortsätzen genau auf den vorgeschriebenen Bahnen. Auf diese Weise entsteht auf dem Chipein lebendiges Muster nach den Vorstellungen der Forscher.

 

FUSION  ENERGIE  FÜR  DIE   ZUKUNFT
Unsere moderne Gesellschaft benötigt stets verfügbare Energie. Wir verwenden Energie überall: für Transport, Heizung, Beleuchtung, industrielle und landwirtschaftliche Produktion. Gegenwärtig wird der grösste Teil dieser Energie durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl und Erdgas) gewonnen; ein weiterer Teil stammt aus Kernkraftwerken und eine geringere Menge aus erneuerbaren Energiequelle (Wasserkraft, Biomasse, Sonne, Wind).
Der ITER wird der nächste Schritt hin zu sicherer und nachhaltiger Fusionsenergie sein. Er soll eine Fusionsleistung von 500 MW für eine Dauer von zu-
nächst bis zu zehn Minuten erzeugen und für den stationären Betrieb geeignet sein. Damit soll er die wissenschaftliche und technische Machbarkeit der Fusion in einer Anlage mit Kraftwerksdimmension demonstrieren.

 





 
 

 

Die Fusionsenergie könnte in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts zur emissionslosen Erzeugung von Grundlastsstrom in grosstechnischen Massstab beitragen. Die Fortschritte bei der Fusionsener- gieforschung rechtfertigen weiterhin intensive Anstrengungen zur Verwirklichung des langfristigen Ziels eines Fusionskraftwerks."
Plasmaphysik

Die Ergebnisse des ITER werden die Grundlage für den Bau eines ersten Kraftwerks bilden, das signifikante Elektrizitätsmengen erzeugen und den sicheren und zuverlässigen Betrieb eines Fusionskraftwerks demonstrieren soll. Ab der Mitte des 21. Jahrhunderts könnte die Fusion einen wichtigen Beitrag zur Energieerzeugung weltweit werden.

 


Hochenergiephysik ist Triebfeder für
"GRID-COMPUTING"

Vorangetrieben wird die Entwicklung des Grid-Computing vor allem von der Wissenschaft, um grundlegende Fragen der Physik auf einem neuen Niveau angehen zu können. Noch immer ist es eine ungelöste Frage, was sich beim Krkann und während der ersten Milliardstel Sekunde danch abgespielt hat. Weltweit suchen etwa 8000 Hochenergie- und Elementarteilchenphysiker nach der Antwort auf die Frage. Sie versuchen, mit gigantisch grossen Teilchenbeschleunigern den Zustand der Materie während und kurz nach dem Urknall experimentell nachzubilden. Dazu werden in mehreren Ländern gewaltig grose Elemen- tarteilchenbeschleuniger gebaut und betrieben. Die welweit grösste dieser Anlagen, der "Large Hadron Collider - LHC" wird zurzeit im Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf gebaut. Andere bedeutende Beschleuniger werden zum Beispiel im Fermi-Laboratorium in der Nähe von Chicago, in Standford in Kalifornien und am Helholtz-Zentrum DESY (Deutsches-Elektronen- Synchrotron) in Hamburg betrieben.  
                        
Für die Auswertung der aus den Beschleuni- gerexperimenten gewonnen Daten werden anschliessend gewaltige Comupertkapazitäten benötigt, allein für die Untersuchung der am CERN-Experiment LHC entstehenden Daten wurde ein Bedarf von etwa 100.000 heutigen Pentim-PCs ermittelt.

Dimensionen:

1.000  Byte entspricht 1 Kilobyte
1.000  Kilobyte entspricht     1   Megabyte
1.000  Megabyte entspricht  1   Gigybyte
1.000  Gigabyte entspricht   1   Terabyte
1.000  Terabyte entspricht    1   Petabyte

1 Petabyte - eine 1 mit 15 Nullen -
sind dann 1.000.000.000.000.000 Byte.

In den grossen Elementarteilchenbeschleunigern entstehen bis zu 10 Petabyte Daten pro Jahr. Zehn Petabyte sind eine schier unvorstellbar grosse Informationsmenge, sie entspricht sämtlichen von der gesamten Menschheit innerhalb eines ganzen Zahres gesprochenen Wörtern. Wollte man diese Informationen auf CD-ROMs speichern, entstünde ein Stapel von mehr als zehn Kilometern Höhe!
Mit einem ISDN-Anschluss lassen sich in einer Sekunde etwa 50.000 Bit, also 6.250 Byte übertragen.

Die Übermittlung von:

1 Megabyte      dauert             160 Sekunden,
1 Gigabyte       dauert     ca.    2 Tage
1 Tetrabyte      dauert      ca.    6 Jahre
1 Petabytee    dauert   etwa    6.000 Jahre

Ein T-DSL-Anschluss mit etwa zehnfacher Übertragungsgeschwindigkeit verbessert die Situation nicht wesentlich. Für die Übermittlung eines Petabyte an Daten von einem Computerzentrum an ein anderes brauchte man immer noch 600 Jahre.
Die Grid-Verbindungen, welche pro Sekunde die Übermittlung von mindestens 125 Megabyte erlauben, schaffen Abhilfe. Bei ihnen flutscht ein Megabyte innerhalb einer Hundertstelsekunde durch die Leitung; ein Gigabyte, also etwa der Inhalt einer CD-Rom, binnen acht Sekunden, ein Terabyte ist nach knapp drei Stunden am Ziel, und für ein Petabyte benötigte man "nur" 100 Tage!

   

    
     GridKa-Rechenzentrum Forschungszentrum Karlsruhe

     
          
         
          Kupferleitungen ermöglichen schnelle
          Kommunikation                      

          
GGUS-Zeitzonenmodell

Quelle: Forschungszentrum Karlsruhe

Daten speichern auf kleinstem Raum und in
kürzester Zeit
Die moderne Elektronik basiert auf Silizium als Funktionsmaterial. Ein Prozessor besteht aus kleinen Transistoren von inzwischen nur 160 Nanometern (Milliardstelmeter) Grösse. Damit Informationen auf kleinstem Raum für längere Zeit konserviert werden können, werden Daten konventionell mit magnetischen Materialien auf Bändern und Festplatten gespeichert. Ähnliches leistet die DVD (Digital Versatile Disc), bei der die Speicherung auf dem Prinzip einer lokalen Phasenumwandlung - amorph und kristallin - beruht. Beide Speichermedien haben jedoch unterschiedlich grosse, charakteristische Strukturbreiten: Bei den Magnetaufzeichnungen sind die Forscher mit realisierbaren 30 Nanometerstreifen dem Ziel, ein Terabit/cm2, also 1000 Gigabytes zu speichern, schon ziemlich hahe gekommen. Eine DVD hingegen speichert acht Gigabytes, also deutlich weniger. Im Vergleich zu den magnetischen Systemen hat die DVD noch weitere Schwächen: Die Schreibgeschwin- digkeit einer DVD ist langsamer und der Energiever- brauch bei der Datenverarbeitung deutlich höher. Durch die Entdeckung des Riesenmagnetwider- standes (Giant Magneto Resistance, kurz: GMT) wurde die magnetische Datenspeicherung revolutioniert.
Ein Gedächtnis für den Computer
Der Arbeitsspeicher eines Computer führt den "Familienname" RAM (Random Acces Memory). Mit den z.Zt. üblichen lassen sich bis zu einer Milliarde Einzelinformationen - 1 oder 0 - verwal- ten. Bisher allerdings nur flüchtig. Sobald die Stromversorgung unterbrochen ist, gehen die Informationen verloren. Die Folge: Bei jedem Start müssen das Betriebssystem und die Programme ihre Datensätze neu in den Arbeitsspeicher laden; und das dauert.
           

        

In den Spielkonsolen ist bereits ein Speicher (FeRAM), eingebaut, der auf herkömmlicher Siliziumtechnologie basiert, aber ein ferroelektrisches Gedächtnis hat. Es gibt einen wichtigen Grund, warum der Siegeszug der FeRAMs in die Computer der nächsten Generation bislang auf sich warten lässt: Er ver- birgt sich im Mooreschen Gestz. Dieses Gesetz beschreibt, dass sich die Leistungsfähigkeit von Compuern etwa alle 18 Monate verdoppelt. Dieser Trend wird sich in Zukunft auch weiterhin fortset- zen.

Widerstand mit Zukunft
Im Forschungszentrum Jülich brüten die Forscher über weitere Möglichkeiten nach, dem Computer "auf die Sprünge" zu verhelfen. Eine weitere Variante wäre beispielsweise, die Informationen 1 oder 0 auch anders als nur über Polarisationswerte zu speichern.
Ein so genanter forro-resistiver Speicher (FRRAM) besitzt eine elektrische Leitfäigkeit und damit den elektrischen Widerstand. Jetzt bedeuten 1 oder 0 nicht zwei Polarisationswerte, sondern zwei verschiedene Widerstandswerte: Wenn die Information abgefragt wird, bleibt sie trotzdem gespeichert und muss nicht ständig erneuert werden. Dieser Speicher würde sein Gedächtnis also nicht nur behalten, wenn der Computer ausgeschaftet wird, sondern bräcuhte auch für einen einmal gespreicherten Wert keine ständige "Erfrischung", wenn damit gearbeitet wird.
Vielleicht sind die FRRAMs die Speicher der Zukunft. Warten wir es einfach einmal ab.

 

 

 

 

 

Vision: Strom für alle aus der Sahara

Solarthermische Kraftwerke stehen in Europa kurz vor der Markteinführung. Auch wenn Solarkraftwerke nur in den sonnenreichen Landschrichen der Erde sinnvoll sind - ihr Potenzial ist gehöring. Sie könnten den weltweiten Stromverbrauch decken; dazu müssten auf lediglich einem Prozent der Fläche der Sahara Parabolrinnenkollektoren (Bild: unten) oder Heliostate stehen. Wissenschaftler und Ingenieure aus Europa haben ihre Visitenkarten bereits vorgelegt.
Einsames, karges Wüstenland wäre dann kein verlorenes Land mehr.



Parabolrinnenkollektoren   

                                                        

Solarzellen wandeln Sonnenlicht ohne mechanische, thermische oder chemische Zwischenschritte in elektrischen Strom um. Herzstück jeder Solarzelle ist ein Halbleiter, meist Silizium. Solarzellen beruhen auf dem fotovoltaischen Effekt: Bei bestimmten übereinander angeordneten Halbleiter- schichten entstehen unter dem Einfluss von Licht (Photonen) freie positive und negative Ladungen, die durch ein elektrisches Feld etrennt und als Elektronen über einen elektrischen Leiter abfließen können. Der so entstehende Gleichstrom kann direkt zum Betrieb elektrischer Geräte enutzt oder in Batterien espeichert werden. Er kann auch in Wechselstrom umgewandelt und in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.

Von Milliwatt bis Megawatt
Solarzellen gibt es in allen denkbaren Größenordnunen. Kleinstzellen elangen in Taschenrechnern und Uhren zum Einsatz. Im Kilowatt-Bereich können Häuser mit Strom versorgt werden. Zu roßen Solarfeldern zu- sammengestellt, dringen Solarzellen neuerdings aber auch in den Megawatt- Bereich vor. Zwar ist die Sonnenstrahlung in Deutschland nicht so üppig wie in südlichen Ländern. Da Solarzellen aber auch den diffusen Anteil der Strahlung energetisch um- setzen, lohnt sich Fotovoltaik auch in unseren Breiten. Die Strahlungsenergie der Sonne ist in den südlichen Bundesländern im Jahresmittel höher als im Norden. Auf einen Quadratmeter fallen jährlich zwischen 900 und 1.200 kWh Strahlungsenergie. Eine heutige Solarzelle setzt im Schnitt ein Zehntel davon in Strom um.


© EADS
Strom aus dem Weltall:

Solarkollektoren erzeugen elektrische Energie aus Sonnenlicht. Um den Anteil von Solarstrom am globalen Energieverbrauch zu erhöhen, müsste die bestrahlte Fläche vervielfacht oder intensiver bestrahlt werden: Kraftwerke im Weltall sammeln das Sonnenlicht und senden es als Laserstrahl zur Erde. Die bestehenden Kollektorflächen können so weitaus effektiver genutzt werden.

 

    

 

    

 

    

Die im Laufe der Lebensdauer einer Windanlage erzeugte Strommenge vermeidet die Verbrennung einer Menge Kohle in einem konventionellen Kraftwerk, die aufgeschüttet beinahe die Höhe der Windkraftanlage erreicht.

Damit unsere Energieversorgung nachhaltig wird, muss sie eine anze Reihe von Eigenschaften aufweisen: Klimaverträglichkeit, Ressourcen- schonung, Risikoarmut, Sozialverträglichkeit und gesellschaftliche Akzeptanz. Gleichzeitig soll sie neue Innovationsimpulse vermitteln und zur Schaffung zukunftsträchtiger Arbeitsplätze beitragen. In zahlreichen weltweiten und regionalen Analysen wird den erneuerbaren Energien zugetraut, diese Forderungen erfüllen zu können. Entsprechende globale und nationale Zukunftsentwürfe weisen re- gelmäßig deutlich wachsende Anteile erneuerbarer Ener ien an der Energieversorgung der nächsten Jahrzehnte aus. Es zeigt sich immer deutlicher,dass der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien eine notwendige Voraussetzung für eine nachhaltige Energiezukunft ist.

Wind wird von alters her vom Menschen genutzt. Der Handel über die Weltmeere wurde vor Erfindung der Dampfmaschine ausschließlich mit Segelschiffen durchgeführt. Windräder trieben Wasserpumpen zur Be- oder Entwässerung an, und Windmühlen mahlten das Korn. Es wird berichtet,dass noch um die Jahrhundertwende 30.000 Windmühlen allein in Norddeutschland standen. Erst als Elektrizität überall in Deutschland ausreichend und billig zur Verfügung stand, verschwanden die Windmühlen aus dem Alltagsbild.
Da der Platz für den weiteren Ausbau der Windenergienutzung auf dem Land knapp geworden ist, hat man inzwischen damit begonnen, die roßen Potenziale auf See (Offshore) zu erschließen. Durch den Betrieb von Windparks auf See sollen Eingriffe in die Landschaft und Umwelt minimiert werden.Da außerdem die Windgeschwindigkeit im Vergleich zu Standorten an Land deutlich höher ist, kann an Offshore-Standorten jährlich bis zu 40 %mehr Strom erzeugt werden als an einem sehr guten küsten- nahen Standort auf dem Festland. Das Potenzial für die Offshore-Windenergienutzung ist beträchtlich: Aus heutiger Sicht erscheint es langfristig möglich, Windparks mit einer Leistung von insgesamt bis zu 25.000 MW im deutschen Küstenmeer und in der Ausschließlichen Wirtschaftszone zu errichten. Der jährliche Stromertrag wird auf 85 bis 100 TWh geschätzt und entspräche damit ca.15 %des heuti- gen Stromverbrauchs in Deutschland. Für eine solche Nutzung der Windenergie auf dem Meer ist es erforderlich, dass die Voraussetzung für den Transport des Offshore erzeugten Stroms in Form von ausreichenden Seekabel-Kapazitäten und einer geeigneten Anbindung an das Festlandnetz eschaffen werden.

 



Weltraumhotel

Bis zum Jahr 2017 soll auch das erste Weltraumhotel fertig sein: Ein kreiselförmiges Gebilde, das sich in 20 Sekunden einmal um seine eigene Achse dreht - und so eine künstliche Schwerkraft erzeugt. Denn die Schwerelosigkeit wird zwar sicherlich ein Anreiz für den Urlaub im All, ist aber allein schon beim Frühstück eher hinderlich. Wer sich schon jetzt optimal für den Urlaub im All vorbereiten will: Amerikaner und Russen bieten auch für Zivilisten bereits ein authentisches Weltraumtraining an. Nicht ganz umsonst, versteht sich.

 

Weltraumurlaub, warum nicht?

"Einen Blick in die Zukunft" zu werfen, davon träumt die Menschheit.  Genauso beschäftigen sich Wis- senschaftler und Zukunftsforscher ernsthaft und seriös mit diesem Thema. 
Umfragen zeigen, dass das Interesse an Weltraumurlaub bei der Altersgruppe der 20 bis 30-Jährigen am höchsten liegt. Am stärksten ist die Nachfrage in Japan, dann Kanada, Deutschland, USA und Großbritannien.

Als Gründe für Weltraumurlaub werden genannt:

  • Blick auf die Erde
  • Schwerelosigkeit erleben
  • Weltraumspaziergang
  • Tieferer Blick in das Weltall
  • Wiedereintritt erleben
  • Sport im All
  • Da muss man mal gewesen sein
  • Man kann es sich leisten
  • Interesse für wissenschaftliche Experimente

Die ersten Weltraum-Reisenden gab es schon:
Erster «Tourist»; 1985 flog Scheich Bin Salman al-Saud, als Gast der D1-Mission in einem US-Shuttle mit.
Erster Geschäftsreisender war 1991 der japanische Journalist Toyohiro Akiyama.  Für seinen «Weltraum- Live-Report» war er Gast der Mir.
Erster echter Weltraumtourist: Dennis Tito, 60 Jahre alt, startete am 28.4.2001 zu seinem Weltraum- ausflug zur Mir. Reisekosten:
ca. 20 Mio. US Dollar.

 

            

 

                                                                                                                       

Literatur:

DLR "Nachrichten"
Helmholtz Gemeinschaft (Jahresheft 2005)
BMBF "Mikrosysteme"
BMBF "Raumfahrt in Deutschland"
BMBF "Schritte in die Zukunft"
BMBF "Science live"
Forschungszentrum Karlsruhe "Grid-Computing"
Forschungszentrum Karlsruhe "Mit leichter Hand"
Forschungszentrum Jülich "Jahresbericht 2003"
GSF "Vom Schlüssel zur Funktion"
Humboldt "Kosmos Magazin"

Leibniz-Gemeinschaft - Jahrbuch 2003
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie (Karl-Friedrich-Bonhoeffer-Institut) Göttingen
Max-Planck-Gesellschaft "Forschungsperspektiven 2005"

                                                                                                                        


Inhaltsverzeichnis

 

Prima Klima

EVOLUTION
Homo sapiens
ein Chaot oder doch lernfähig?


Visionen
Zukunft

 

 

Der Kosmos
oder: Sternzeit 000001






PRIMA KLIMA

 

 

 

 

VULKANE
heiss und
gefährlich

 

 

Infos über Ganztagsschulen
Jugend für Europa




"Abenteuer Schule"
Forschungslabore
-Schubkraft für die Schulen-

Diagnose:
KREBS
bei Kindern
    Drogen sind verlogen

denn ohne Ziel gibt es keinen Weg


Alles Nano oder was?
Aktuelles aus der Forschung

 

Vom Affen
gebissen?

 

Die Brückenbauer - Forschung
als Verbindung zwischen
Mensch und Natur

Die Natur als Ingenieur (Bionik)

DER QUERDENKER

Albert Einstein

 

NOIW ««Nordiesche im Web»» (Schlittenhunde) Tierschutzseite der NOIW Mecker -und Lob-box (e-mail)